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Networking im Netz

Networking im Netz

Businessorientierte Social-Media-Kanäle

Facebook ist derzeit wahrscheinlich der bekannteste Social-Media-Kanal, auf dem man sich mit alten Schulkameraden, Studienkollegen und verloren geglaubten Freunden weltweit vernetzen kann. Aber längst nicht der älteste: Schon ein Jahr vor Facebook, 2003 nämlich, ging LinkedIn an den Start, mit dem Ziel, Geschäftsleute, Arbeitnehmer und Arbeitgeber online miteinander zu verbinden. Weltweit zählt die Business-Plattform inzwischen über 500 Millionen Mitglieder, in der DACH-Region sind es inzwischen rund 13 Millionen (Stand 2018).

Im deutschsprachigen Raum übernahm die Aufgabe des beruflichen „Findens und Gefunden werdens“ lange das ebenfalls 2003 gegründete Netzwerk XING, das sich aktuell mit rund 15 Millionen Mitgliedern in der DACH-Region noch knapp vor dem US-amerikanischen Konkurrenten bewegt. LinkedIn betrat den deutschsprachigen Markt erst im Jahr 2009.

Gerade im B2B-Bereich stellen sich zum Thema Social Media und zur Nutzung von Kanälen wie LinkedIn und Xing meist die gleichen Fragen: Was sind die Vorteile der Präsenz auf businessorientierten Social-Media-Kanälen? Was unterscheidet sie voneinander? Worauf kommt es bei der Account-Pflege, ob als Einzelperson oder Unternehmen, eigentlich an? Wir versuchen einen Überblick zu geben:

 

LinkedIn und Xing

LinkedIn ist mit über 500 Millionen Nutzern in weltweit über 200 Ländern natürlich zunächst einmal bedeutend größer und internationaler aufgestellt als das deutsche Portal Xing. In der DACH-Region aber liegt der US-Riese mit 13 Millionen Nutzern noch hinter dem deutschsprachigen Netzwerk, das es aktuell auf knapp 15 Millionen Nutzer bringt. Allerdings wächst die Nutzerzahl von LinkedIn auch im deutschsprachigen Raum stetig und vor allem rasant an.

Im Vordergrund steht auf beiden Kanälen die Verbindung mit Business-Kontakten: Egal ob Kollegen, Kunden oder potentielle Arbeitgeber/-nehmer – businessorientierte Social-Media-Kanäle ermöglichen die internationale Vernetzung und vereinfachen außerdem die Job- beziehungsweise Mitarbeitersuche. Recruiter haben die Möglichkeit, die passenden Fachkräfte schnell zu finden und direkt zu kontaktieren.

Außerdem werden die Netzwerke für branchenspezifische Informationen und Entwicklungen genutzt. Aktuelle Themen können einfach und spezifischer gefiltert im Feed erscheinen, als dies beispielsweise auf „Lifestyle-Kanälen“ wie Instagram oder Facebook möglich ist und sind dabei meist umfangreicher als beispielsweise beim Kurznachrichtendienst Twitter.

B2B-Unternehmen fällt es oft schwerer, Inhalte für Soziale Medien wie Facebook oder Instagram zu generieren. Auf LinkedIn und Xing dagegen ist es für solche Unternehmen bedeutend einfacher, Inhalte zu generieren und die passenden Zielgruppen zu erreichen.

 

Das Outfit macht’s

Egal welche Social-Media-Plattform: Bei der Profilgestaltung gilt es einige spezifische Dinge zu beachten. Das schließt selbstverständlich auch Kanäle wie LinkedIn und Xing ein, bei denen die professionelle Selbstdarstellung im Business-Kontext vielleicht sogar noch wichtiger ist. Wie bei einer „Offline-Bewerbung“ zählt auch hier vor allem eines: der erste Eindruck. Ist das Profilbild schlecht oder unprofessionell oder nicht zur Leistungsbeschreibung passend, ist das – im Gegensatz zu Bewerbungsbildern – in der Regel nicht zukunftsentscheidend, aber eben doch ein Zeichen, dass sich der Profilinhaber nicht allzu viel Mühe gegeben hat. Arbeitgeber informieren sich mehr und mehr über die Papier- oder PDF-Bewerbung hinaus im Netz über mögliche zukünftige Mitarbeiter, Unternehmen erhalten einen ersten Eindruck eines möglichen Dienstleisters, der neue Ansprechpartner im Projekt hinterlässt einen zweiten, digitalen Eindruck usw. Allerdings kann auf LinkedIn und Xing durchaus auch Kreativität gezeigt werden, es muss nicht das klassische Bewerbungsfoto auch als Profilbild herhalten. Denn auch Berufsportale sind letztlich Soziale Medien, in denen es viel um Sympathiewerte geht.

Für Unternehmen bedeutet die Erstellung und Pflege eines Unternehmensprofils auf allen Social-Media-Kanälen zunächst Mehrarbeit. Klare Zuständigkeiten und Aufgaben (wer ist für die Erstellung der Inhalte verantwortlich? Wer liefert Bild-/Videomaterial? Wer postet?) sind von großer Bedeutung und werden durch die Erstellung eines Redaktionsplans für die Sozialen Medien und damit auch die business-spezifischen Kanäle enorm vereinfacht. Aktiven Nutzern von LinkedIn und Xing sollte außerdem bewusst sein, dass auch die Sprache auf diesen Plattformen in der Regel eine andere ist: Das bezieht sich ebenso auf die geposteten Inhalte wie auf die Ansprache der Follower („du“ vs. „Sie“).

 

Stay connected & up to date

Die Businessportale ermöglichen ihren Nutzern mittels des Newsfeeds über aktuelle Entwicklungen bestimmter Branchen, einzelner Unternehmen und verbundene User up to date zu bleiben. Durch die Möglichkeit, Unternehmen und Personen zu folgen, Beiträge anderer Nutzer zu lesen, liken und teilen zu können ergibt sich eine neue Form der Informationsbeschaffung via Social Media. Dadurch erschließen sich für Unternehmen neue Kommunikationsmöglichkeiten, auch indem beispielsweise Sponsored Posts als zielgruppenorientiertes Werkzeug genutzt werden.

Ohne Soziale Medien kommen heutzutage auch B2B-Unternehmen kaum noch aus. Im Gegensatz zu Facebook und Instagram ermöglichen spezielle Business-Plattformen wie Xing und LinkedIn, tiefgreifendere, branchenspezifischere Inhalte zu erstellen und damit die Zielgruppen fokussierter zu erreichen. In der Zukunft wird sich der Bewerbungsprozess vermutlich auch weiter in den Online-Bereich verlagern. Bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter oder Kunden haben Unternehmen auf diesen Plattformen die Möglichkeit, sich noch einmal ganz anders zu präsentieren. Und dabei auch zu signalisieren: Wir sind up to date. Und gut vernetzt.

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